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Sep-2016

Das Ende des Nachtlebens?

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Das Ende des Nachtlebens?

Für reichlich Wirbel im Netz sorgte kürzlich der Blogeintrag eines gewissen Marco Schimpfhauser, der seit vielen Jahren in der Gastro arbeitet, einen Blog namens „Marcolatur“ betreibt und darauf nun den Untergang der Nachtgastronomie heraufbeschwor. Nachdem die klassische Großraumdisco bereits seit Jahren ausgedient hat, ist nach Meinung des Autors nun die gesamte Ausgehkultur vom Aussterben bedroht. Schon Marteria rappte vor Jahren die Zeile „Jeder steht auf Gästeliste, niemand geht mehr hin“ und prangerte damit durchaus zu recht den Sittenverfall der neueren Party-Generationen an.

Facebook als Wurzel allen Übels?

Für Blogger Schimpfhparty_3auser liegt die Wurzel allen Übels jedoch ganz woanders, nämlich bei Facebook! Früher musste man raus, um gesehen zu werden, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen oder den neuesten Gossip aufzuschnappen. Heute genügen wenige Klicks, das Öffnen einer App, ein kurzer Kommentar, eine private Nachricht und manchmal sogar ein paar Emoticons, um auf den neuesten Stand zu kommen. Warum also noch rausgehen und sich den Arsch abfeiern, wenn das doch alles auch vom Sofa aus geht?

Mach dich mal locker!

Weiteres Problem: Die Erwartungshaltung. Wenn man dann doch mal die Kumpels oder Mädels zusammentrommelt, um einen feucht-fröhlichen Abend zu verbringen, muss aber gefälligst auch alles perfekt laufen. Der Barkeeper soll die Drinks so mixen, wie ich es mag. Der DJ mein Lieblingslied zehn Mal am Abend spielen. Die Security gefälligst ein Auge zudrücken, wenn mein Kumpel schon beim Betreten des Clubs kaum mehr geradeaus gucken kann. Aber so läuft es nun mal nicht! Doch auch die Betreiber der Locations machen häufig Fehler. Das beginnt mit den inflationären Gewinnspielen, geht weiter über sogenannte „Smart DJs“ (bei denen die Gäste die Musik bestimmen) und endet bei Autogrammstunden mit dem Bachelor.

“Jede Generaticlub_2on braucht ihre Abstürze”

Mehr Kreativität und frische Konzepte sind gefragt, die die Menschen nicht nur zur Zusage auf Facebook bewegen, sondern tatsächlich ein Erlebnis schaffen, das bleibt. Und so schließt der Marcolatur-Blogeintrag mit den Worten: „Ich glaube fest daran, dass jede Generation ihre Abstürze, ihre Partys, ihre Fehltritte, ihre Dummheiten und ihre gemeinsame Zeit braucht. Und an keinem anderen Ort kann das besser ausgelebt werden, als in den Clubs und Discos.“ Sehen wir genauso.

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